Die exakte Bestimmung des Wassergehalts stellt in zahlreichen Industriezweigen eine der wichtigsten Säulen der Qualitätssicherung dar. Besonders in der Holz-, Agrar- und Kunststoffindustrie hängen die Effizienz der Produktionsprozesse und die Beschaffenheit der Endprodukte unmittelbar von der Präzision der Feuchtemessung ab.
Da Materialien wie Holzspäne, Futtermittel und Kunststoffgranulate völlig unterschiedliche physikalische Eigenschaften aufweisen, werden hohe Anforderungen an die Flexibilität und Genauigkeit der eingesetzten Messtechnik gestellt.
Feuchtebestimmung ist essentiell
In der Holzindustrie ist die Feuchtebestimmung von Biomasse entscheidend für die Berechnung des Heizwerts. Holzspäne mit einem zu hohen Wasseranteil reduzieren die Energieausbeute und können die
Verbrennungsanlagen durch Verschlackung schädigen.
Ähnlich verhält es sich in der Agrarwirtschaft bei der Produktion von Futtermittel. Hier steht vor allem die Lagerstabilität im Fokus, da bereits geringe Abweichungen vom Zielwert zu mikrobiellem
Verfall oder Schimmelbildung führen können, was die gesamte Charge unbrauchbar macht.
Feuchtemessung in der Kunststoffindustrie
Einen technologischen Kontrast dazu bildet die Kunststoffindustrie. Bei der Verarbeitung von Granulaten sind oft extrem niedrige Feuchtegehalte im Bereich von wenigen Hundertstel Prozent gefordert.
Hygroskopische Kunststoffe wie Polyamid oder Polycarbonat müssen vor der Extrusion oder dem Spritzguss intensiv getrocknet werden. Verbleibt eine zu hohe Restfeuchte im Granulat, führt dies während
der Verarbeitung zu hydrolytischem Abbau, was sich in Blasenbildung, Oberflächenfehlern und einer deutlich verringerten mechanischen Belastbarkeit der Bauteile äußert.
Thermogravimetrisches Prinzip
Moderne Feuchtebestimmer arbeiten dabei nach dem thermogravimetrischen Prinzip, auch Trockenschrankmethode genannt, jedoch in einer wesentlich beschleunigten Form. Das Gerät fungiert als
Präzisionswaage und Trocknungseinheit in einem. Während des Prozesses wird die Probe kontinuierlich gewogen, während ein Heizelement die Feuchtigkeit austreibt. Diese automatisierte
Echtzeit-Überwachung der Gewichtsabnahme ermöglicht es, den Endpunkt der Messung exakt zu definieren – entweder nach einer fest vorgegebenen Zeit oder sobald Gewichtskonstanz erreicht ist. Dies
eliminiert manuelle Rechenfehler und verkürzt die Analysezeit von Stunden auf wenige Minuten.
PCE-UX 3081
Um diesen vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden, hat sich der Feuchtebestimmer PCE-UX 3081 als optimale Lösung für das industrielle Umfeld erwiesen. Dieses Gerät zeichnet sich durch seine
technologische Überlegenheit bei der Messung von Materialien mit sehr niedrigen Feuchtegehalten aus, was es besonders für die hohen Standards der Kunststoffverarbeitung qualifiziert. Eine präzise
Auflösung ist hierbei unerlässlich, um kleinste Wassermengen sicher zu detektieren.
Große Probenschale
Ein entscheidender konstruktiver Vorteil für die Holz- und Agrarbranche ist zudem die integrierte große Probenschale des PCE-UX 3081. Diese erlaubt es, auch bei voluminösen oder leichten Stoffen wie
Holzspänen und Futtermitteln eine ausreichend große Probenmenge flächig auszulegen. Eine weite Verteilung der Probe ist für die Messqualität essenziell, da nur so eine homogene Erwärmung ohne
Hitzestau oder unvollständige Trocknung im Probenkern garantiert werden kann. Durch diese Kombination aus hochsensibler Sensorik für Minimalfeuchte und einem großzügigen Probenmanagement bietet der
PCE-UX 3081 eine Prozesssicherheit, die herkömmliche Labormethoden oft vermissen lassen.