Einsatz von KI im Halbleiter-Design auf Unternehmensebene

 

Keysight Technologies hat SOS Enterprise vorgestellt, eine Weiterentwicklung seiner Plattform für das Management von Entwicklungsdaten. Die Lösung baut auf der SOS-Core-Software auf und automatisiert die Verwaltung und Rückverfolgbarkeit von Entwicklungsdaten, um den großflächigen Einsatz von KI vorzubereiten.


Im Zuge der Entwicklung im Bereich Halbleiter und Elektronik sehen sich Entwickler mit einer zunehmenden Komplexität des Designs und einem rasanten Anstieg des Datenvolumens konfrontiert – Herausforderungen, die für Unternehmen mit mehreren Standorten noch größer sind. Hier führen isolierte technische Daten, die über fragmentierte Tools und Dateisysteme verteilt sind, dazu, dass Teams durch manuelle Arbeitsabläufe erheblich an Produktivität einbüßen. Sie verbringen viel Zeit mit der Suche nach Informationen, arbeiten häufig mit falschen Dateiversionen und müssen zusätzlichen Aufwand betreiben, um Probleme mit der Integrität und Korrelation zu lösen. Diese mangelnde Rückverfolgbarkeit verursacht Compliance-Probleme und schränkt die Einführung von KI ein, da Machine Learning-Systeme gut organisierte Daten benötigen, um zuverlässig in großem Maßstab zu funktionieren.


SOS Enterprise bietet ein einheitliches Aufzeichnungssystem, das fragmentierte Entwicklungsinformationen in kontrolliertes, wiederverwendbares Wissen für dezentrale Organisationen umwandelt. Die Software stellt eine klare Datenherkunft sicher, ermöglicht eine automatisierte Compliance-Verfolgung und standardisiert das Management von technischen Informationen über mehrere Standorte und regulatorische Umgebungen hinweg. Durch die Behandlung von Entwicklungsdateien und Verifizierungsdaten als versionierte, rückverfolgbare Assets bereitet die Plattform Entwicklungsteams darauf vor, KI-Tools in Design- und Verifizierungs-Workflows zu integrieren.


Zu den wesentlichen Merkmalen von SOS Enterprise gehören:

  • automatisierte Compliance auf Unternehmensebene

Diese bietet Prüfpfade, rollenbasierte Zugriffskontrolle und Nachverfolgung von Software-Stücklisten, ohne den Arbeitsaufwand für die Entwickler zu erhöhen. Damit werden die gesetzlichen Anforderungen für Branchen wie Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und Automobilindustrie erfüllt.

  • verbesserte Datensicherheit und Zugriffskontrolle

Dies schützt sensible Unternehmensdaten durch detaillierte Berechtigungen, Geofencing und compliance-orientierte Einschränkungen über Regionen und Teams hinweg.

  • Eliminierung manueller Arbeit

Automatisiert wird die Rückverfolgbarkeit und benutzerdefinierte Workflows während des gesamten Design-Lebenszyklus´ und verfolgt wird die Herkunft und Beziehungen von Daten. Das Feature bereitet gleichzeitig technische Informationen für die KI-Integration vor.

  • verbesserte IP-Wiederverwendung, standortübergreifend

Diese ermöglicht es Teams an jedem Standort, validierte IP über ein einziges Aufzeichnungssystem zu finden und wiederzuverwenden.


Simon Rance, General Manager, Data and IP Management bei Keysight, sagt: „Entwicklungsunternehmen sagen uns, dass sie bereit sind, KI einzuführen, aber ihre Daten sind es nicht. Wenn Design-Dateien, Verifizierungsergebnisse und IP-Bibliotheken über nicht miteinander verbundene Systeme verstreut sind, können KI-Tools keine verlässlichen Ergebnisse liefern. Wir haben SOS Enterprise entwickelt, um dieses grundlegende Problem zu lösen, indem wir die derzeit manuell durchgeführten Verwaltungs- und Rückverfolgbarkeitsaufgaben automatisieren und die Daten der Entwickler KI-fähig machen, sodass sich die Teams auf Innovationen statt auf die Datenverwaltung konzentrieren können. Erste Kundenimplementierungen haben zu erheblichen Verbesserungen bei der IP-Wiederverwendung, einer schnelleren Projektkoordination und reduzierten Betriebskosten geführt.“

Druckversion | Sitemap
© beam-Verlag Dipl.-Ing. Reinhard Birchel